Ortlos / Interlaken

Zwei Erzählungen
Von: Bänziger, Hans Ulrich
Wolfbach, 1999, 176 S., Broschur

ISBN: 9783952083185

19,00 €

Lahss, frühpensionierter Richter, fährt an einem Tag von Zürich nach Lugano und am andern zurück. Obschon in jeder Sekunde Körper, also Raum, also Zeit, denkt sich Lahss im Zug die Ortlosigkeit und die Zeitlosigkeit. Sein Ziel ist die Konzentration im Großen Tunnel, in der das Rätsel des Tags gelöst, Zeit und Raum aufgehoben sind. Zwischen den Seen, in Interlaken, lebt der namenlose Ich-Erzähler. Auf seinen Gängen an den Brienzer- oder den Thunersee trifft er auf Geh. Mit ihm erörtert er gehend seine Beobachtungen und Überlegungen zu Interlaken und seinen Studien.

Der Autor setzt dem Zeitalter von Fun und Vergesslichkeit ein unzeitgemässes Stück Ernsthaftigkeit entgegen. Ohne jeden Fremdwortzauber gelingt es ihm anscheinend spielend, die grossen Themen Welt, Wille, Macht, Menschsein, Gerechtigkeit an konkreten Beispielen festzumachen. Die Zahl der zu unterstreichenden Sätze in den beiden Erzählungen ist schlicht überdurchschnittlich. (Aargauer Zeitung)

Autor/in

Bänziger, Hans Ulrich

Hans Ulrich Bänziger, 1938 geboren, lebt in Maur im Kanton Zürich. Er arbeitete als Psychologe und als Übersetzer. 1994 trat er mit dem Text Kippen am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt an und publiziert seither literarische Texte. Sein Band Ortlos/Interlaken (Wolfbach, Zürich 1999) wurde ins Italienische übersetzt. Zuletzt erschienen von ihm der Gedichtband Plankton (Edition Howeg, Zürich 2002) sowie die Aphorismen-Bände Kopfunter und überhaupt (2009) sowie Gedanken lesen (2012), beide im Wolfbach Verlag.



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